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Die spätantiken bis mittelalterlichen Gewebe in Sant’Ambrogio, Mailand.

Ein Konservierungs- und Forschungsprojekt der Universität Bonn, Abt. Christliche Archäologie, in Zusammenarbeit mit der Soprintendenza BSAE Milano,

mit Förderung der Gielen-Leyendecker-Stiftung.

 

Gewänder aus Seide gehören zum Kostbarsten, was die Antike und Spätantike zu bieten hatte. Nur selten sind heute Reste davon noch erhalten. Die Kirche Sant’Ambrogio in Mailand bewahrt gleich zwei Exemplare in ihrem Kirchenschatz: eines in der fast unglaublichen Größe von ca. 2.77 x 1.70m, in Weiß mit zwei roten Streifen versehen, das andere, in viele Fragmente zerfallen, mit Raubkatzen und Jägern verziert. Beide werden sie verehrt als die „Tuniken des heiligen Ambrosius“, des berühmten Bischofs von Mailand im 4. Jh. Damit besitzen die Seiden neben ihrem hohen kulturhistorischen auch einen besonderen religiösen Wert.

Um diese Kostbarkeiten zu schützen, wurden sie im Laufe der Jahrhunderte mit immer mehr Textilien umfangen. Heute jedoch ist der Bestand in Gefahr, den schließlich sind Textilen besonders empfindlich – anfällig für Zerstörung durch Licht, Feuchtigkeit, Insekten etc.

Die Konservierung, bei der die Gewebe vor Ort gereinigt und in neue, moderne Rahmen umgebettet werden, steht unter der Leitung der Kölner Textilrestauratorin Ulrike Reichert. Begleitend werden die Textilien wissenschaftlich untersucht. Alle Arbeiten geschehen in enger Zusammenarbeit mit der Soprintendenza per i Beni storici, artistici ed etnoantropologici di Milano.

 

Eindruck der Dokumentation vor Ort.

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