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DFG fördert nächste Projektphase (2021-24)!

 

Abb. 1: Drohnenfotos der Sondagen 13 und 14 (Basilika B) aus 2018, Foto by Florian Jordan, Uni Bonn.

 

Ein großer Reichtum - auch an Kirchen - muss die spätantike Stadt Elusa (Haluza) am Rand der Wüste Negev gekennzeichnet haben. Dies ließen Schriftquellen nur vage vermuten, ebenso die beiden einzigen seit langem bekannten Gebäude: das Theater und die sog. Ostkirche. Seit 2015 führt jedoch das Kölner Institut für Klassische Archäologie in Kooperation mit der Israel Antiquities Authority (IAA) unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Heinzelmann und Dr. Tali Erickson-Gini Prospektionen und gezielte stratigrafische Sondagen in Elusa durch. Die Ergebnissse überraschen nicht nur mit der hohen baulichen Qualität der architektonischen Reste, ihrem guten Erhaltungszustand und einer ausgefeilten städtischen Infrastruktur, sondern auch mit der Vielzahl an zu vermutenden Kirchen.

 

Abb. 2: Drohnenaufnahme der Sondage 13 (Basilika B) aus 2018, Foto by Florian Jordan, Uni Bonn.

 

2018/19 konnte die hinzugezogene Abteilung Christliche Archäologie der Universität Bonn einen dieser Kirchenplätze untersuchen, finanziert durch die Gerda Henkel Stiftung, und eine dreischiffige Anlage mit Atrium im westlichen Stadtteil bestätigen. Deren Ausmaße und der im großen Umfang importierte prokonnesische Marmor ziegen, wie auch bei der Ostkirche, den besonderen Aufwand und hohen Anspruch der frühchristliche(n) Gemeinde(n) in Elusa an.

 

 

Abb. 3: Drohenaufnahme der Sondagen 19 und 20 (Basilika B) aus 2019, Foto by Florian Jordan, Uni Bonn.

 

Nun bewilligte die Deutsche Forschungsgemeinschaft der Köln-Bonner Kooperation eine große dreijährige Kampagne (Projektnummer 457987972). Das Ziel: weitere Klärung der Stadtgeschichte, der städtebaulichen Gesamtstruktur, speziell ihrer Wirtschaftsstrukturen und der Sakraltopographie Elusas. Für die Bonner Abteilung Christliche Archäologie heißt dies: Drei weitere innerstädtische Standorte möglicher Kirchenanlagen sollen untersucht werden und außerdem ein Areal am Stadtrand, auf dem vermutlich ein Kloster lag. Die Leitung dieses Projektabschnittes liegt, wie schon zuvor, bei Prof. Dr. Sabine Schrenk, die Grabungsleitung bei Florian Jordan M.A.

 

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