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Neue Ausgrabungen in Elusa, Israel

DFG fördert nächste Projektphase (2021-24)!

 

Ein großer Reichtum - auch an Kirchen - muss die spätantike Stadt Elusa (Haluza) am Rand der Wüste Negev gekennzeichnet haben. Dies ließen Schriftquellen nur vage vermuten, ebenso die beiden einzigen seit langem bekannten Gebäude: das Theater und die sog. Ostkirche. Seit 2015 führt jedoch das Kölner Institut für Klassische Archäologie in Kooperation mit der Israel Antiquities Authority (IAA) unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Heinzelmann und Dr. Tali Erickson-Gini Prospektionen und gezielte stratigrafische Sondagen in Elusa durch.

Die Ergebnisse überraschen nicht nur mit der hohen baulichen Qualität der architektonischen Reste, ihrem guten Erhaltungszustand und einer ausgefeilten städtischen Infrastruktur, sondern auch mit der Vielzahl an zu vermutenden Kirchen. 

Seit 2018/19 konnte die hinzugezogene Abteilung Christliche Archäologie der Universität Bonn einen dieser Kirchenplätze untersuchen und eine dreischiffige Anlage mit Atrium im westlichen Stadtteil bestätigen. Deren Ausmaße und der im großen Umfang importierte prokonnesische Marmor, zahlreiche Architekturfragmente sowie Stein- und Glastesserae zeigen den besonderen Aufwand und hohen Anspruch der frühchristliche(n) Gemeinde(n) in Elusa.

 

Innerhalb der bisherigen zwei Kampagnen standen vor allem folgende Forschungspunkte im Fokus der Arbeiten vor Ort:

  • Eine grundlegende Aufnahme der sog, Basilika B im Nordwesten des innerstädtischen Bereichs Elusas, durch konkrete Ausgrabung und Dokumentation des zuvor nur durch Surveys dokumentierten Kirchenbefundes durch neue Sondagen
  • Eine genauere Bestimmung des Bautypus und Rekonstruktion der sog. Basilika B, zudem Aussagen zu möglichen weiteren Sakralbauten und somit zur sakralen Topographie des frühbyzantinischen Elusas

 

Beide bisherigen Kampagnen fanden in Kooperation mit dem Archäologischen Institut der Universität zu Köln sowie der Israel Antiquities Authority unter der Leitung von Michael Heinzelmann und Tali Erickson-Gini statt. Gefördert wurde das Projekt von 2018-2019 von der Gerda Henkel Stiftung, ab 2022 von der DFG.

 

Die Ausgrabungen fanden durch Studierende der Archäologien der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn statt unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Schrenk, vor Ort fungierte M.A. Florian Michael Jordan als Grabungsleiter.

 

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Drohnenfotos der Sondagen 13 und 14 (Basilika B) aus 2018, Foto by Florian Jordan, Uni Bonn.

  

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Drohenaufnahme der Sondagen 19 und 20 (Basilika B) aus 2019, Foto by Florian Jordan, Uni Bonn.

 

      

         Sondage 14  Presbyterium & Stufen  Sieben des Sediments

           Sondage 14 mit Architekturteilen in Fundlage                           Presbyterium mit Treppe           Sieben des Erdmaterials                                                                                        
     

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Das Grabungsteam bei der Arbeit: Abtiefen des Planums              Archäologisches Zeichnen      Vermessen der Sondage mit der Totalstation                    

 

Die Grabungsteams

 

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2018 v.l.n.r: Patrick Kremser, Sarah Weitze, Steffanie Archut, Florian Jordan,     2019 v.l.n.r. Mathis Laux,Florian Jordan, Sarah Fahldieck, Ellen Igelmund,             Felicitas Becker, Jan Linden;                                                                                Steffanie Archut, Feridnand Wulfmeier

 

 

 

Laufzeit: Seit 2018

Förderung: Gerda Henkel Stiftung (2018-2019); Deutsche Forschungsgemeinschaft: DFG (ab 2022)

Kooperationen: Archäologisches Institut der Universität zu Köln; Israel Antiquity Authority (IAA)

 

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